Stromabkommen CH-EU
Die regulatorischen Veränderungen, die das geplante Stromabkommen CH–EU bringen würden, sind zahlreich. Welche Auswirkungen ergeben sich daraus für die Wasserkraftnutzung? Welches "Swiss Finish" plant die Schweiz bei den Entflechtungsvorgaben und wie wirkt sich das auf Verteilnetzbetreiber aus? Wieso könnte die schweizerische Grundversorgung mit den EU-Vorgaben nicht vereinbar sein? Und was sind aus Branchensicht die wichtigsten zu beachtenden Punkte?
Diese und weitere Fragen diskutieren wir am Businesstalk Energierecht 2026. Die Veranstaltung bietet einen kompakten Überblick über aktuelle Entwicklungen im Energierecht – mit besonderem Fokus auf die Auswirkungen für Schweizer Energieversorgungsunternehmen.
Wenn Sie sich mit den rechtlichen Rahmenbedingungen der Energieversorgung, der Regulierung von Verteilnetzbetreibern oder den Auswirkungen des Stromabkommens generell befassen, bietet Ihnen dieser Anlass eine wertvolle Plattform für Information und Austausch. Profitieren Sie von praxisnahen Fachinputs, Diskussions- und Fragerunden sowie einem Apéro riche, der Raum für persönlichen Dialog und Networking bietet.
Begrüssung und Einleitung
Stefan Rechsteiner
Grundversorgung und EU-Vorgaben: (K)ein Match?
Livia Camenisch
Unbundlingvorgaben im Stromabkommen: Auswirkungen auf Verteilnetzbetreiber
Lukas Zölch
Auswirkungen des Stromabkommens auf die Wasserkraftnutzung
Joel Drittenbass
Position der Branche zu den wichtigsten Punkten des Stromabkommens
Karl Resch
Fragen und Diskussion
Als Energierechtsanwältin fokussiert Dr. Livia Camenisch auf die rechtlichen Belange der Strom- und Gaswirtschaft. Sie berät Energieversorger und Gemeinwesen in regulatorischen Angelegenheiten und prozessiert ihre Interessen vor Behörden (ElCom, WEKO, Preisüberwacher, Bundesämter) und Gerichten. Neben ihrer anwaltlichen Tätigkeit hält Livia Camenisch Vorträge zum Energierecht, ist verantwortlich für das Energierechtsmodul an der Fachhochschule Graubünden und publiziert auf ihrem Blog energierechtsanwältin.ch.
Dr. Joel Drittenbass ist Rechtsanwalt bei VISCHER in Zürich und auf Umwelt-, Energie- und Gesundheitsrecht spezialisiert. Er berät und vertritt Parteien in verwaltungsrechtlichen Angelegenheiten. Neben seiner anwaltlichen Tätigkeit forscht und publiziert Dr. Joel Drittenbass regelmässig in den Bereichen des Staats- und Verwaltungsrechts. Er ist zudem Lehrbeauftragter an der Universität St.Gallen (HSG) im Staats- und Verwaltungsrecht.
Karl Resch ist Leiter Regulierungsmanagement und Netzwirtschaft bei EKZ. Er befasst sich unter anderem mit sämtlichen Fragestellungen zum regulatorischen Umfeld der Stromgesetzgebung. Er verantwortet dabei auch die Kalkulation der Netznutzungstarife und Energietarife Grundversorgung und stellt die Schnittstelle zu BFE und ElCom sicher. Karl Resch engagiert sich innerhalb der Branche und ist Präsident der Netzwirtschaftskommission und Mitglied zahlreicher Arbeitsgruppen beim Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen VSE.
Lukas Zölch ist Manager bei Polynomics AG und Experte für Strategie und Regulierung in der Energiewirtschaft. Seit über zehn Jahren spezialisiert er sich auf Kostenrechnung und Tarifierung für Netznutzung und Energie in der Grundversorgung. Neben seiner Beratungstätigkeit publiziert er Fachbeiträge und Studien zu diesen Themen. Vor seiner Tätigkeit bei Polynomics war Lukas Zölch langjährig bei einem grossen Schweizer Verteilnetzbetreiber für Regulierungsprozesse und Kooperationsmodelle mitverantwortlich.
Stefan Rechsteiner ist hauptsächlich im Staats- und Verwaltungsrecht und im öffentlichen Prozessrecht tätig. Sein Schwerpunkt liegt in der Beratung von Unternehmungen, die in regulierten Märkten tätig sind, hauptsächlich in der Energiebranche. Er vertritt Unternehmen regelmässig vor Verwaltungsgerichten und Regulatoren.